Geschichte
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Der Trägerverein Altes Kino wurde im Jahre
1986 auf Grund einer Jugendstudie gegründet. Anfängliches Ziel
war es für die Rankweiler Jugend etwas zu bieten und Treffpunkt
zu sein.
Im Laufe der Jahre ist der Verein gewachsen und auch die Ziele, Aufgaben und Betätigungsfelder
haben sich verändert. Aus dem Jugendtreff von damals ist ein Kulturveranstalter geworden und
heute organisiert der ehrenamtlich arbeitende Verein über 100 Veranstaltungen im Jahr und hat
sich einen hohen Stellenwert in der Kulturszene erarbeitet.
Vor allem der Vielseitigkeit und der Abwechslung im Programm verdankt das Alte Kino seinen
guten Ruf und seine Bekanntheit auch über Landesgrenzen hinaus.
Von Lesungen bis Kindertheater von Kabarett hin zu Rock-, Blues-, und klassischen Konzerten alles hat Platz im Programm des Kulturvereins.
Auch Open Airs im Sommer sind zu einem fixen Bestandteil geworden.
Das derzeitige Team setzt sich aus ca. 30 engagierten jungen und junggebliebenen Leuten zusammen
die mit vollstem Einsatz organisieren, werben, Karten abreißen, Thekendienst verrichten,
Technik betreuen, aufräumen und immer wieder gerne zusammensitzen.
Spaß an der Freude ist eines der Mottos in den alten Gemäuern in der Bahnhofstrasse und das
spüren und honorieren Künstler, Publikum, Bevölkerung, Sponsoren und Kritiker. Mit Weltgrößen
wie Bryan Adams, Status Quo, Zucchero, Marla Glen, Hans Söllner, Roland Düringer, Alfred Dorfer,
Gerhard Polt, Nina Corti, um nur einige zu nennen hat der Verein für Auf- und Ansehen gesorgt
aber auch die vielen kleinen, feinen Veranstaltungen im Alten Kino selbst sind immer wieder
eine Freude für alle Beteiligten. Auch unbekannten Künstlern und heimischen Newcomern werden
Chancen geboten und sie werden auf die Bühne ins Alte Kino geholt unterstützt und gefördert.
Premieren und Welttourneen einmalige Auftritte oder Comebacks bei bislang mehr als 1500
Veranstaltungen ist vieles gelungen und vieles passiert. Der Verein ist aber immer noch am
wachsen und in einer ständigen Entwicklung.
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1859: Gründung des Jünglingsverein "Der Verein für Burschen zwischen 14 und 21 Jahren".
Aktionen, die von diesen Organisationen getragen wurden:
- Leseverein, Bibliothek
- Theater
- Turnerriege
- Fußballsektion
- Gesangssektion
- Billard und Kegelspiel
- Redeclub (Gedichte und Vorträge)
Seit rund 140 Jahren dient das Gebäude öffentlichen Zwecken, vor allem der Unterhaltung und
Bildung.
Am 22.12.1929 wurde das Kino eröffnet (Stummfilmkino, "Kinderseelen klagen euch an").
Aufgrund der Heizbarkeit war allerdings erst ab 1920 ein Dauerbetrieb möglich.
1933 wurde das Kino in ein Tonfilmkino umgebaut.
Durch die Anschaffung von Zeiss Ikon Maschinen (1935) wurde die Qualität der Vorführungen angehoben.
1938 wurde der Jünglingsverein aufgelöst. Das Haus an der Bahnhofstraße ging in die Hände der Hitlerjugend. Für diese wurde eine eigene Gesellschaft gegründet und das "braune Haus" wurde in München ins Grundbuch eingetragen.
Für 9000 Reichsmark wurde das Gebäude 1941 an eine Privatperson verkauft, welche die Bücherei- und Aufenthaltsräume in eine Wohnung umbaute und das Kino als Privatbetrieb weiterführte.
Nach 1945 fand ein langwieriges Rückstellungsverfahren statt.
Am 23.11.1950 wurde der Jünglingsverein wieder Eigentümer des Alten Kinos.
1951 wurde der Jünglingsverein in die "Katholische Jungmännerrunde" umbenannt. Die Vorstandsmitglieder sammelten alte und neue Mitglieder und versuchten die alten Zielsetzungen und Tätigkeiten wieder aufleben zu lassen. Das Haus wurde renoviert und der Kinobetrieb wurde wieder aufgenommen.
Der Fernseher und das Video haben dem Kino stark zugesetzt. Zuerst wurde das Angebot reduziert und 1985 wurde der Betrieb eingestellt.
Nach einer Pause kehrte wiederum Leben ein. Eine initiative
jugendliche Gruppe sah die Chance, ein Unterhaltungs- und Freizeitangebot,
vornehmlich für jugendliche Schichten anzubieten.
Im November 1986 wurde eine Jugendstudie über Aktivitäten für Jugendliche in der Freizeit und über Wünsche der Jugendlichen erstellt. Diese zeigte den Bedarf nach Jugend- und Kulturellen Einrichtungen deutlich auf.
Die Marktgemeinde Rankweil konnte einen Mietvertrag mit der katholischen Jungmännerrunde abschließen und verpachtete das Gebäude an den neugegründeten Trägerverein "Altes Kino".
Nach längerer Diskussionsphase, vor allem Anrainerprobleme mussten
bewältigt werden, wurde das Kino umgebaut (Heizung, sanitäre
Anlagen, Außen- und Innenansicht) und in den heutigen Zustand
gebracht.
Der typisches Flair (Ambiente, Akustik) eines Kinos wurde beibehalten und dieser wird heute von Künstlern, Veranstaltern und Besuchern besonders geschätzt und gelobt.
Nach weiteren fünf Jahren, in denen viele erfolgreiche Veranstaltungen
durchgeführt wurden, fand das 10-Jahre-Jubiläum des "Alten Kino"
statt. Die Jubiläumsveranstaltungen fanden in einem Zirkuszelt
auf der Gastra statt. Dort krönten Künstler wie "Gerhard Polt"
oder "Zucchero" die Geschichte des Alten Kino.
Zwei Jahre später ließ ein Revival nicht auf sich warten und das Zirkuszelt wurde wieder auf dem Gastraplatz aufgeschlagen. Diesesmal gelang es Marla Glen und wiederum Gerhard Polt für eine Veranstaltung zu gewinnen.
Im Jahr darauf veranstaltete der Trägerverein Altes Kino, in Zusammenarbeit mit einem weiteren Veranstalter das Megaspektakel. Bryan Adams und Status Quo kamen zu einem der größten je in Vorarlberg durchgeführten Konzerte nach Rankweil.
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